Desolate zweite Halbzeit bringt Eggolsheim unter die Räder

Am vergangenen Samstag stand sich mit dem Eggoslheimer Coach Patrick Loskarn und dem Rattelsdorfer Trainer Manuel Aas das ehemalige Rattelsdorfer Trainergespann das zweite Mal dieser Saison gegenüber. Während Eggolsheimer auf ihren Aufbauspieler Niklas Möhrlein verzichten musste, kam Rattelsdorf ohne Reinfelder und Albus an den Eggerbach.Von Beginn an zögerlich, entwickelte sich vorerst eine Partie auf Augenhöhe. Beide Teams liefen sicherlich nicht in Höchstform auf, zeigten aber einigermaßen ansehnlichen Basketball. Die Führung wechselte vermehrt und Rattelsdorf führte das erste Viertel mit 17:22. Im Viertel Nummer zwei konnte Eggolsheim ein bisschen anziehen und die Führung zur Halbzeit mit 43:40 für sich behaupten. "Wenn Rattelsdorf schlagbar war, dann heute", war die allgemeine Bilanz in der Halbzeit. Doch Eggolsheim kam aus der Kabine als wäre heute Wellnesstag und Zeit zur Entspannung. Den Zuschauern bot sich eine zweite Halbzeit gefüllt mit Turnovern. Egal wer auf dem Feld war, irgendwie erwischte es fast jeden. Angefangen von Ballverlusten beim Einwurf über Bälle nicht gefangen oder einfach weggeschmissen. Die Folge waren wesentlich mehr Einzelaktionen mit der Brechstange als als Team zu agieren. Nichtsdestotrotz gelang es Rattelsdorf vorerst nicht sich spielentscheidend abzusetzen. Zum dritten Viertel waren es noch sechs Punkte (54:60) und immer noch alles drin. Jedoch fraß sich der Wurm im Eggolsheimer Spiel weiter fort wie in einem schimmelnden Apfel. Die Eggolsheimer fanden leider in dieser Partie nie wieder ins Spiel zurück und so gelang es Rattelsdorf sich Punkt für Punkt abzusetzen. Trotz keiner Meisterleistung errang Rattelsdorf am Ende einen verdienten 66:85 Auswärtserfolg. "Wenn Rattelsdorf schlagbar war, dann heute, ABER nicht mit so einer grottenschlechten zweiten Halbzeit!", weiß Kapitän Alexander Roppelt nach dem Spiel seine eigene 'Leistung' inbegriffen und führte fort, "Das Spiel muss aus dem Gedächtnis der Mannschaft gestrichen werden und wir als Team zurückfinden wie Anfangs diesen Jahres! Im Abstiegskampf müssen wir nun endlich Vollgas geben und da muss jeder Spieler bei sich selbst anfangen und seine 100% in jedem verbleibenden Spiel abrufen können, Fehler einstellen und als Team agieren. Nur gemeinsam sind wir dann wirklich stark." Es wird weiter fleißig trainiert. Nächste Woche geht es zum Nächsten aus der Tabellenspitze Schweinfurt.