Abstiegskampf pur – Eggolsheim fegt Neustadt aus der Halle

Die Eggolsheimer Korbjäger setzen ein deutliches Ausrufezeichen im Abstiegskampf und schicken Tabellenprimus Neustadt mit 82:57 heim.
 
So geht Abstiegskampf! Am Samstag Abend zu alt gewohnter Zeit um 20 Uhr hatten die Mannen vom Eggerbach niemand geringeres als den Tabellenführer aus Neustadt zu Gast. Der aktuell prekäre Tabellenstand lässt allerdings keine Ausreden zu – Punkte müssen her, egal gegen wen, will man die Bayernliga halten. Die DJK musste leider auf ihren Vergnügungswart Fenis Hömmer und den verletzten Julian Roppelt, der seinen Einsatz am Trommelfell der Beatz-Kru zu besten gab, verzichten.
Der Auftakt gestaltete sich eher zerfahren, wie die Wiese nach der Eggolsheimer Kerwa. Die DJK lief einem kleinen Rückstand hinterher und leistete sich in dieser Anfangsphase viele Turnover und Ballverluste. „Bist du allein, von allen Freunden verlassen, dann geh‘ in die Stadt“, dachte sich Rodelio Arcilla wie einst schon Petula Clark anlehnend an deren Song „Downtown“ und haute 3er rein wie zu Schulzeiten. So hielt sich Eggolsheim im Spiel und beendete das Viertel 17:18.
Eggolsheim zeigte sich auf Grund des Rückstands nicht so geknickt, wie der Fuß des Julian Roppelts und brachten den DJK Motor langsam ins Rollen. Zwei Rot(h)e Dreier und ein Dreier vom Flügel, sowie sechs Folgepunkte von DJK Hüne Hebel, brachten die Hausherren erstmals zweistellig in Führung. Zum Pausentee stand es somit 40:27. Spätestens jetzt glaubten auch die 80 Zuschauer an das Wunder, nur Julians Fuß war wunder.
Wer dachte die DJK würde standesgemäß im dritten Viertel einbrechen, der bewegte sich auf dünnem Eis, denn nun man konnte Seen, was für Potential in dem jungen Team steckt. Mit großem Willen in der Defense und guter Ballbewegung im Angriff wurde mittels eines 15 zu 0 Laufes zum 65:32 die Halle zum Toben gebracht und der Sieg vorzeitig eingetütet. Vor allem Schuler war offensiv der Ruler und blieb cooler als der Gegner, brachte zig Offensivrebounds zurück ins Team und verbuchte acht seiner zehn Punkte in dieser Phase. Auch ein Hagen Rothe der heißer lief als Frittenfett, bereitete den Gegner UnbeHagen mit insgesamt 4 Dreiern.
Der Gegner kam zwar nicht aus Weiden, jedoch konnte Coach Stephan seine Rotation ausweiten. So zeigten Debutant David „Snitch“ Schwarzmann und der immer besser aufspielende Rookie Nico „glycerin“ Winkler ihr volles Können und lieferten ein supertolles Spiel ab. Timo auch. Selbst Möhrlein glänzte trotz vorherigen Fußballspiels mehr als seine frisch gewichsten Schuhe. Der Gegner konnte in diesem Viertel noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Die rustikalen Routiniers Rothe und Roppelt, der Thomas Müller des Basketballs – Metapher von Stefan „Bruno“ Saffer - , sorgten dafür, dass am Ende ein 25 Punkte Polster bestehen blieb. Der Gegner wünschte sich einen Neustadt, aber es blieb beim Endstand von 82:57 und es hallten die geölten Kehlen des Eggolsheimer Trommel-Chores: „Hier regiert die DJK!“ 
Der Spielälteste, der sich auch in die Reihe der zehn DJK-Dreier einreihte, fand nach dem Spiel die passenden Worte und zitierte seinen Lieblingsmaler, den Komponist Jumbo Schreiner: „Die Schlacht mag gewonnen sein, doch der Krieg ist noch nicht vorrüber.“ Auf diese Leistung muss man aufbauen und die verbleibenden drei Spiele auch gewinnen. 
 
Eggolsheim: Rothe 16, Roppelt 15, Flügel 11, Schuler 10, Arcillla 9, Amon 6, Winkler 4, Möhrlein 4, Cviko 4, Nagengast 3, Schwarzmann