Zweite gewinnt nach OT in Bamberg

Mit 74:70 gewinnen die Herren 2 gegen den Post-SV Bamberg nach Verlängerung. Das Spiel wurde am Samstagabend ausgetragen, doch die Eggolsheimer Jungs zeigten sich hellwach und bissig ab der ersten Sekunde des Spiels.Vor allem die Treffsicherheit des Eggolsheimer Scharfschützen Jens Müller ließ die Hausherren verzweifeln. Ob von jenseits der 6,75 m oder direkt am Brett, der Youngster überzeugte Offensiv auf ganzer Linie. Defensiv bewies er schnelle Hände und sorgte für den ein oder anderen Turnover der Bamberger. Er kam auf 21 Punkte, 12 davon aus dem 3-Punkt-Land.

Eine gewohnt starke Leistung zeigte wiedereinmal Captain Konsti Roppelt. "KR7" ließ sich selbst von Krämpfen während der ersten Hälfte nicht einbremsen. Roppelt avancierte mit 24 Punkten zum Topscorer der Partie und zeigte an beiden Enden des Courts, dass er der absolute Dreh- und Angelpunkt im Eggolsheimer Spiel ist.

Einen großen Schritt nach vorne machten auch die Eggolsheimer Big Men. Bereits im letzten Spiel deutete Felix Welker an wie viel Talent in ihm steckt. Die Eggolsheimer Nummer 15 konnte seine gute Leistung bestätigen. Power Forward Markus Leuschner fehlte in dieser Saison oft das Wurfglück und die Präsenz beim Rebound. Endlich konnte er diese Schwächen abstellen. Er arbeitete vorbildlich am Brett und erzielte ein Double-Double.

Die Zweite machte sich aufgrund mangelder Konzentration das Leben manchmal schwer, da man oft einfache Fastbreaks nicht erfolgreich abschließen konnte. Für die laufende Saison wird es wichtig werden, auch diese Punkte mitzunehmen.

Das Spiel begann gut für Eggolsheim. Die Starter Roppelt, Müller, Maaßen, Leuschner und Welker sorgten für eine schnelle zweistellige Führung. Im Laufe des ersten Viertels musste die DJK ihren Kapitän aufgrund von muskulären Problemen auswechseln. Die gesamte Rotation sprang für ihren Leader in die Bresche und konnte eine knappe Führung mit in die Halbzeit nehmen.

Coach Möhrlein nutzte die ganze Bank auch in der zweiten Halbzeit. Müller und Maaßen teilten sich die Arbeit auf der Eins. Stammpointguard David Schwarzmann war aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht im Kader. Es entwickelte sich eine hitzige Partie, Trash-Talk und Nicklichkeiten mit inbegriffen. Die Nummer 15 der Bamberger bereitete den Jungs nun arge Probleme und war in der Zone kaum zu stoppen. Kunner Möhrlein konnte jedoch mit guten Anweisungen von draußen die Defense besser und besser auf die Offensivsysteme der Heimmannschaft einstellen. Auf den großen Positionen musste man auf Glue-Guy Marus Rziha krankheitsbedingt verzichten. Die verkürzte Centerrotation kam kaum noch zu Entlastung und geriet zunehmend in Foultrouble.

Als Team hielt die Mannschaft das Spiel offen. Mit 2 Punkten Rückstand und 7,6 Sekunden auf der Uhr nahm Coach Möhrlein die letzte Auszeit für Eggolsheim. Natürlich musste der Ball zu Konstantin Roppelt. Dies roch natürlich die Bamberger Defense und stellte den Kapitän geschickt zu. Über 2 Stationen gelangte der Ball zu Felix Welker, der den Mitteldistanzwurf eiskalt zum 62:62 versenkte.

Overtime am Georgendamm. Das hin und her aus der zweiten Halbzeit setzte sich fort. Doch schien das Momentum immer mehr Eggolsheim zuzufallen. Knappe 40 Sekunden vor dem Ende schlug die Stunde des Youngsters Jens Müller. Er konnte einen Dreier zur Führung versenken. "Iceman" Müller quitierte den Gamewinner mit einem verschmitzten Lächeln. Bamberg schickte Eggolsheim nun an die Linie. Die Führung und die Nerven hielten. 74:70 der Endstand eines klasse Spiels der Zweiten.

Der Man of the Match wird oft an Punkten oder spektakulären Aktionen gemessen. Jeder brachte über 40 Minuten seine Stärken ein, ob die Unbekümmertheit des 15 Jährigen Nico Winkler, der ein ums andere mal die Center der Bamberger alt aussehen ließ, die Treffsicherheit der Schützen oder die Physis am Brett. Die Mannschaft der DJK überzeugte als Team.

Nächste Woche soll nun endlich der Heimfluch gebrochen werden. Die DJK empfängt die Basketballer aus Zapfendorf zu einem richtungsweisendem Spiel. Mit viel Rückenwind wird das Team alles geben, um eine ähnliche Leistung zeigen zu können.

Konstantin Roppelt (24/ 1 Dreier), Jens Müller (21/4), Nico Winkler (10), Markus Leuschner (10), Felix Welker (7), Max Maaßen (2), Jakob Pfister, Moritz Pfister, Nils Arneth