Schwächephasen brachten Eggolsheim aus dem Spiel

Am Samstagabend empfing die DJK Eggolsheim die abstiegsbedrohte TG Würzburg in der Eggerbachhalle. Nach dem grandiosen und hochklassigen Sieg in der Vorwoche gegen Schweinfurt hatte sich die DJK den 4. Tabellenplatz erobert. Diesen wollte man nun verteidigen, war jedoch gewarnt, da die TGW in dieser Saison bereits einige sehr gute Ergebnisse gegen die Spitzenteams der Liga erzielen konnte und in Eggolsheim mit der momentan besten Besetzung antrat. Das Spiel begann jedoch sehr gut aus Sicht der Heimmannschaft. Man spielte ordentlichen Teambasketball, startete einige gelungene Fastbreaks und führte schnell mit über 10 Punkten (19:8 nach 9 Minuten). Der starke Benjamin Lutz (am Ende 18 Punkte) hielt die Gäste in dieser Phase im Spiel und erzielte 2 Dreier in Folge zum 23:14 nach 12 Minuten. Im Anschluss folgte dann der erste und leider nicht letzte Einbruch im Spiel der DJK. Man ließ sich vom langsameren Tempo des Gastes ein wenig einschläfern und die Würfe fanden ihr Ziel nicht mehr. In der Verteidigung bekam man zudem keinen Zugriff mehr. Vor allem Toni Hoffmann spielte sich nun für die TGW in den Vordergrund und kam immer wieder nahe am Korb zum Abschluss. Über 25:24 nach 16 Minuten ging es nach einem Lauf der Gastgeber mit Dreiern von Wehner, Julian Roppelt und Arcilla mit 38:32 für das Heimteam in die Kabine. Im dritten Viertel zeigte sich abermals, dass die DJK heute nicht durchgängig mit dem nötigen Biss zu Werke ging und so startete das Heimteam so schwach, dass plötzlich der Gast in Führung lag (38:40 nach 23 Minuten). Die Eggerbacher rissen sich anschließend jedoch wieder am Riemen und fanden ins Spiel zurück. Der Ball lief wieder ansehnlich und so sah es beim 56:44 nach 29 Minuten so aus, als würden sich die abermals zahlreichen Heimfans über einen Sieg freuen können. Leider folgte jedoch ein krasser Einbruch der Jungs vom Eggerbach. Erneut gab man dem Gast die Chance, zurück ins Spiel zu kommen und kassierte in den folgenden 7 Minuten einen enttäuschenden 9:27-Lauf (64:71). In der Offensive versuchte man es in dieser Phase zunehmend oft mit der Brechstange und gegen immer selbstbewusstere Gäste, bei denen Wucherer nun gut Regie führte und Hoffmann unter dem Korb dominierte, verlor man völlig die Kontrolle über das Spiel. Ein letztes Mal machte man sich auf, noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren und nach einem Dreipunktspiel von Arcilla war alles offen (71:73 nach 38 Minuten). Trocken konterten Wucherer und Hoffmann zum 77:71 und die DJK, die in diesem Spiel einfach zu viele Schwächephasen erlebte, konnte das Spiel nicht mehr drehen. Nach dieser vermeidbaren, aber am Ende verdienten Niederlage will die Heimmannschaft beim schweren Auswärtsspiel in Erlangen die passende Reaktion zeigen.